Am Anfang einer Reise stellt sich meist die Frage: Wo soll es hin gehen? Diesmal war mein Kriterium: Irgendwohin, wo ich noch nie war. Es darf exotisch – muss aufregend sein. Also Istanbul mit seinen Basaren und den vielen Essensständen. Wir stehen in den Startlöchern – noch ein paar Mal schlafen.
Wer war schon mal da? Und hat den ein oder anderen Tip? Freue mich auf Anregungen.
Nach Hellblau im Februar hat uns Uwe nun schon den zweiten Monat Kopfzerbrechen beschert…
Ich bleibe dem Blaukraut treu und präsentiere euch
Terrine von Blaukraut und Ente mit Laugenchips
// 1 Kleine Terrine (ca. 5x8x13cm)
ca. 300 g Blaukraut
3 EL Schmand
1 Entenbrust
6 Blatt Gelatine
etwas Natron (in sehr kalkhaltigen Gegenden braucht man’s nicht)
1 Laugenstange
Wie wird’s gemacht?
5-6 Krautblätter im ganzen ablösen und mit etwas Natron im Salzwasser bissfest garen.
Die Entenbrust rautenförmig einschneiden, auf der Hautseite (ohne Öl) anbraten. Nach ca. 4 Minuten wenden und nochmal 2 MInuten braten. Würzen. Anschließend das Fleisch im vorgeheiztem Ofen bei ca. 180°C 10 Minuten weitergaren. Aus dem Ofen holen, und ruhen lassen. Die Ente im ausgekühltem Zustand in Scheiben schneiden.
Den restlichen Kohl klein schneiden und in Salzwasser (+Natron) garen. In das blaue Wasser Gelatine (je nach Marke Menge bestimmen) geben und mit Salz, Pfeffer, Muskat abschmecken.
Nun lege ich die Form mit Alufolie aus. Dadurch wird ein Platzhalter für den späteren “Mantel” geschaffen. Die Folie mit etwas Öl benetzen und mit Klarsichtfolie auslegen.
Jetzt abwechselnd Blaukrautsud – Blaukrautblätter – Entenbrust einschichten und mit Folie abdecken und etwas beschweren. Bevor der Geleemantel um die Terrine kommt, muss der Kern fest werden. Das kann ein paar Stunden im Kühlschrank bedeuten….
Für den Mantel wird der kleingehackte Kohl mit Schmand püriert und abgeschmeckt. Durch die Säure im Schmand geht das ganze leicht ins lilafarbene kann aber mit einer Messerspitze Natron wieder in den gewünschten Farbton gebracht werden. Die fertige Mischung erhitzen und Gelatine unterziehen.
Ist der Kern fest, so holt man ihn aus der Form. In die Form giesst man nun etwas Schmandmasse und lässt diese anziehen. Dann setzt man den Kern darauf und giesst die restliche Masse auf, bis der Kern komplett bedeckt ist. Kalt stellen – warten.
Meine Laugenchips schneide ich aus Laugenstangen: 1mm auf der Brotmaschine. Dann für ca. 8 Minuten bei 200°C in den Ofen. Tür auflassen! Sonst bleibt die Feuchtigkeit im Ofen und es knuspert nicht!
Im letzten Teil der kleinen Fotobox Serie geht es um Geschirr. Mittlerweile habe ich einen Fundus an verschiedenen Tellern und Schälchen. Der Sucht-Sammelfaktor ist enorm. Aber es ist halt auch ein Hobby…
Welches Geschirr?
Basics
Als erstes sollte man schauen, dass man die Standards sprich schlichte weiße/ schwarze Teller in diversen Größen hat. Dazu eventuell ein paar einfache Wasser- / Weingläser.
Muss mit
Jetzt kommt die Sammelwut…egal wo ich bin egal wie schwer die Einkaufstaschen sind -> gefällt ein Teil muß es sofort mit.
Gebraucht
Ich liebe Flohmärkte – meistens schaut man ja nur mal so. Aber plant mal “Heute brauche ich 5 Teller – keiner darf mehr kosten als 2 Euro!” macht echt Spaß. Auch kann man Retro-Geschirr-Schnäppchen ab und an im Internet (Dawanda/ ebay) finden.
DIY
Hol dir schlichte weiße Teller, Porzellanfarbe, Radiergummi, Cutter, Klebefolie (am besten die Rolle zum Bücher einbinden, ca. 4 Euro). Aus dem Radierer lassen sich einfache Formen schnitzen, z.B. Punkte. Für die Folie überleg dir ein Motiv, schneid es mit dem Cutter aus – auf den Teller kleben und mit der Farbe betupfen (am besten ein kleines Schwämmchen nehmen) – trocknen lassen, Folie abziehen. Nun kommt das Geschirr in den Ofen.
Eine andere Methode zur Tellerverschönerung ist das Drucken mit Stempelfarbe z.B. von Stazon. Ich habe mir kleine Stempel (ABC) und Motive bei Dawanda besorgt (eigene Motive sind in Planung) und losgelegt. Leider lässt sich die Farbe wieder abkratzen und überlebt die Spülmaschine nicht -> für mich allerdings ganz gut: Motivwechsel!
Nach tagelangem Kopfzerbrechen ist es raus. Mein hellblauer Februarbeitrag zu Uwes Blogevent:
Blaukrautpesto
Wie wird’s gemacht? (1 kleines Gläschen = 4 Portionen)
300g Blaukraut
1 Zehe Knoblauch
2 EL Pinienkerne
ca 100ml Olivenöl
50g -100g Feta
Blaukraut klein schneiden und ca. 10 Minuten leicht köcheln lassen. Ein 1/2 TL Natron dazu und das Kraut wird blau.
Sud aufheben, Kraut mit Öl, gerösteten Pinienkernen, Knoblauch cuttern. Bis jetzt ist das Pesto noch mittel bis dunkelblau. Nach der Zugabe von Feta geht der Farbton ins Lila – doch etwas Natron und Sud lassen das Pesto schön hellblau werden. Jetzt mit Pfeffer und etwas Meersalz abschmecken.
Um einen schönen Kontrast auf dem Teller zu bekommen habe ich mein erstes blaues Pesto zu selbstgemachten Vollkornravioli (gefüll mit Frischkäse) serviert. Und dann heisst es schnell aufessen, denn das Pesto oxidiert nach ca. 10 Minuten und wird türkis.
Beim Krautkochen hatte ich auch schon meinen Farbenspaß – gibt man zu viel Natron hinzu, geht der Farbton ins Grüne. Bei meinem ersten Versuch hatte ich einen grasgrünen Sud, der nach Blaukraut geschmeckt hat -> sehr seltsam für Auge und Gaumen. Möchte man das Kraut lieber Rot, so fügt man Säure hinzu. Nett ist auch der Rotkraut-Indikatortest von “lehrerbaum”.
N°4 Licht & Schatten
Tageslicht, Leuchtstoffröhre, Kerzenschein, Spotlight… mit der passendenden Beleuchtung kann man aus fast allem ein fotogenes Bild machen.
Wichtiges Hilfsmittel ist meine Taschenlampe – um punktuell zu beleuchten und tolle Schatten zu bekommen.
Ein schöner Hintergrund für eure Bilder sind Schatten – denkt an Schattentheater oder die Schattenspiele aus unserer Kindheit. Ich habe Figuren aus Papier geschnitten oder mir irgendeinen Gegenstand gesucht. Wird dieser nun hinter ein Papier gelegt und von der Rückseite beleuchtet, so gibt das einen tollen Hintergrund. Der Suchtfaktor ist enorm!
Dies war der vorletzte Teil der Fotobox. Der krönende Abschluß wird das Thema Deko & Geschirr sein. Viel Spaß beim Ausprobieren, Schnipseln und Beleuchten!

Tausend weiße Ideen schwirren mir im Kopf rum und wollen raus. Da man bei Uwe ja 2 Ideen abgeben darf, hab ich mir vorgenommen nach dem salzigem Sushi noch was Süßes hinterherzuschieben.
Orangen-Rosmarin Mousse mit schokoliertem Popcorn
Mousse (ca. 4-6 Portionen)
100 g Zucker
1 Ei
200 ml Orangensaft
1 Orange
ca. 100 g Frischkäse
4 Zweige Rosmarin
200 ml Sahne
2 Blatt Gelatine
Die Hälfte vom Zucker in einem Topf karamellisieren lassen und mit dem Orangensaft ablöschen. Von der Orange brauchen wir den Abrieb, der Saft kommt auch in den Topf. Zwei Rosmarinzweige mit hineingeben, die anderen beiden werden fein gehackt. Nun wird das ganze auf die Hälfte einreduziert, passiert und wieder zurückgegossen. Geb nun Orangenabrieb und den gehackten Rosmarin dazu – dreh die Platte ab. Die Reduktion (sollte jetzt ca. 100ml sein) mit so viel Frischkäse verrühren, dass wir auf eine Gesamtmasse von 200 g kommen.
Gelatine in Wasser einweichen, erhitzen und mit dem Orangenfrischkäse vermengen. Gleicht man die Masse vorsichtig an, also erst ein bisschen Frischkäse in die Gelatine rührt, bis sie kalt ist und dann die Gelatine in die Orangenmasse gibt, so verhindert man Klümpchenbildung.
Die andere Zuckerhäfte mit dem Ei cremig schlagen und unter die Masse heben.
Die Sahne wird geschlagen (aufpassen, dass sie nicht zu fest ist) unter die Masse gehoben.
Jetzt kann man die Mousse in Gläschen füllen. Oder man nimmt ein flaches Gefäß und sticht später Nocken ab.
Popcorn
100 g weiße Kuvertüre
eine handvoll Popcornmais
Für das Schokopopcorn etwas Pflanzenöl in einem kleinen Topf erhitzen und den Boden mit Popcornmais bedecken. Jetzt am besten einen Glasdeckel drauf und beim poppen zuschauen. Dabei den Topf ab und zu schütteln und aufpassen, dass nichts anbrennt. Die einzelnen Körner können nun aufgespießt werden. Nehmt Zahnstocher, Schaschlikspieße oder wie ich ein paar Rouladennadeln. Die Kuvertüre wird über dem Wasserbad geschmolzen und anschließend über die Popcornstangen gegeben.
Euch viel Spaß beim Nachmachen – ich hab jetzt genug weiß gesehen und bin bereit für hellblau!
N°3 Die Szenerie
Um Leben in meine Bilder zu bekommen hole ich mir ein paar Requisiten in die Box. Jetzt leg ich los und gestalte eine Art Bühnenbild. Was will ich fotografieren – wie in Szene setzen? Mit Hilfe der Deckenlöcher kann ich z.B. Dinge ins Bild schweben lassen. Figuren können aus einfacher Pappe/ Papier gebastelt werden. Laminiert lassen sie sich am besten in einen Styroporblock stecken. Aufeinandergestapelte Steinplatten geben einen schönen Kontrast zum Geschirr und eine gewisse Tiefe. Buntes geknülltes Obstpapier…
Was kann man noch nehmen?
Folien, dünne Stoffe/ Tüll, Spielzeug (Legoplatten kommen bestimmt gut), Obstkisten, Holz, Spitzendeckchen…
Toll ist es bestimmt auch, wenn man unterschiedlich große Origamikästchen bastelt und so verschiedene Ebenen hat. Aber probiert selbst einmal herum -> macht echt Spaß!
Das nächste Mal: Arbeiten mit Licht und Schatten.
N°2 Hintergründe
Nun ist die Box fertig gebastelt und der eigentliche kreative Teil beginnt. Alles was man in den gecutterten Spalt klemmen kann, kann unser Hintergrund sein. Bedrucktes Papier, Geschenkpapier, Stoffe, einfache farbige Papiere, Schmiergelpapier, Tafelfolie, Plastiktüten, Orangennetze, Fotos oder auch selbstgekritzelte Szenen… …und so könnte es ausschauen
Im nächsten Beitrag geht’s um die Szenenerie.














































